Skandalprozess gegen Soziologen Sharo Garip in der Türkei beenden

„Nach der Haftentlassung der Journalistin Mesale Tolu müssen die türkischen Justizbehörden nun den Skandalprozess gegen den Kölner Soziologen Sharo Garip beenden und seine Ausreise nach Deutschland ermöglichen“, erklärt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die den Prozess gegen Garip in Istanbul verfolgt. Die Außenpolitikerin weiter:

„Der Fall Garip ist ein weiteres Beispiel der türkischen Willkürjustiz unter der Erdogan-Führung, die darauf ausgerichtet ist, Kritiker einzuschüchtern, indem sie ihre Existenzen zerstört. Garip darf seit zwei Jahren nicht arbeiten, er wird seiner beruflichen Existenz und Freizügigkeit beraubt, nur weil er sich neben gut 2.000 anderen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern einem Appell für Frieden in den kurdischen Gebieten angeschlossen hat. Für die türkische Justiz ist der Aufruf zum Frieden aber offenbar Terrorpropaganda, obgleich der Krieg gegen die kurdische Bevölkerung im Südosten der Türkei schon im Frühjahr dieses Jahres nach UN-Angaben über 2.000 Tote gefordert hat, darunter rund 1.200 Zivilisten, Frauen und Kinder.

Ich erwarte, dass Sharo Garip sowie alle weiteren in der Türkei unter absurden Anklagen Festgehaltenen endlich ihr Recht auf Freizügigkeit zurückerhalten.”

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