Archiv für Nahrung

Wasserveranstaltung in Rottenburg

Soziale Ungleichheit ist die größte Herausforderung

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir besprechen heute als letzten Tagesordnungspunkt dieser Woche die großen Zukunftsfragen der Welt und damit eigentlich die wichtigsten Fragen – leider ganz am Ende der Sitzungswoche. Es geht um globale Ziele, die sich die Weltgemeinschaft ab 2015 gemeinsam stecken will, die sogenannten nachhaltigen Entwicklungsziele, auf Englisch: Sustainable Development Goals, allgemein abgekürzt als SDGs. Das sage ich für die Gäste, weil ich mir sicher bin, dass viele noch nicht davon gehört haben.
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Millenniumsentwicklungsziele noch lange nicht erreicht

„Die von der UN vorgestellte Bilanz der Millenniumsentwicklungsziele ist durchwachsen“, so Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des veröffentlichten UN-Berichtes. Hänsel weiter:

„Statistische Erfolge in der Armuts- und Hungerbekämpfung stützen sich, bei näherer Betrachtung, weitgehend auf China und Indien, während die Situation in Afrika und Lateinamerika weiterhin katastrophal ist. Die absolute Zahl von immer noch fast einer Milliarde hungernder Menschen ist inakzeptabel. Nur wenige Länder Lateinamerikas wie Bolivien, Venezuela, Kuba und Ecuador konnten in wenigen Jahren durch eine gezielte Sozial- und Umverteilungspolitik die ungleichen Verhältnisse in ihren Ländern verringern. So konnte in Bolivien die extreme Armut von 41,7 Prozent 1989 auf 18,5 Prozent 2012 gesenkt werden – ein klarer Erfolg der sozialistischen Regierung von Präsident Evo Morales.
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Freihandel tötet.

Von Heike Hänsel und Niema Movassat

Heike Hänsel MdB, Foto: Alexander GonschiorAnlässlich des Ausgangs der WTO-Konferenz in Bali bestärkt die Fraktion DIE LINKE ihren Widerstand gegen die Freihandelspolitik:

Der Freude des Noch-Wirtschaftsministers und der Industrie- und Handelskammer über den Abschluss von Bali schließt sich die Fraktion DIE LINKE nicht an. Denn die Verhandlungen haben gezeigt: Im Zweifel wirkt Freihandel tödlich. Zwar konnte Indien eine Ausnahmeregelung für seine Nahrungsmittelreserven durchkämpfen, aber diese gilt nur befristet und nicht für andere Länder. Weiterhin verbietet die Welthandelsorganisation (WTO) generell staatliche Maßnahmen zur Hungerbekämpfung, sobald sie den freien Markt beeinträchtigen.
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Ernährungssouveränität für Zentralamerika statt EU-Billigimporte

Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Wir diskutieren zwar heute zu sehr später Stunde über dieses Assoziationsabkommen, aber das ist noch lange kein Grund, daraus eine Märchenstunde zu machen, wie die Bundesregierung es hier betrieben hat.
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Entwicklungspolitischer Rundbrief Nr. 25/17

In dieser Ausgabe mit folgenden Schwerpunkten:

– Bekämpfung von Hunger
– Zusammenarbeit mit Lateinamerika
– Wirtschaftsorientierung

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8,8 Millionen Hungertote sind ein Skandal

„Es ist ein Skandal, dass trotz der um ein Drittel erhöhten Nahrungsmittelproduktion weltweit weiterhin 925 Millionen Menschen hungern und jedes Jahr etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger sterben. Dies zeigt, wie extrem die Spekulation mit Nahrungsmitteln und die energetische Verwendung von Agrarrohstoffen das Recht auf Nahrung bedrohen“, so Heike Hänsel zur heutigen Veröffentlichung des Jahresberichts 2011 der Welthungerhilfe. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion weiter:

„Der Bericht bestätigt erneut, dass in der weltweiten Armutsbekämpfung nur die Symptome gelindert werden und nicht die Ursachen von Armut und ungleicher Entwicklung, wie ungerechte Handelsbeziehungen und das umweltzerstörende kapitalistische Wachstumsmodell. Wenn wir weitermachen wie bisher, werden die Flüchtlingszahlen in Afrika sowie Hunger und Armut in anderen Weltregionen weiter zunehmen.
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dpa: 50 Jahre Entwicklungsministerium: Kritik an Niebel

Die entwicklungspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Heike Hänsel, mahnte: „Mehr als eine Milliarde Menschen, die im Jahre 2011 hungern, sollten zum Anlass genommen werden, nicht nur zu feiern, sondern auch selbstkritisch Bilanz zu ziehen.“ Staatliche Entwicklungshilfe „mit Auftragskoppelung für deutsche Unternehmen vertieft die wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten“.

Quelle:
http://nachrichten.t-online.de/50-jahre-entwicklungsministerium-kritik-an-niebel/id_51456986/index?news

G-20 bekämpfen keine Armut, sondern produzieren neue Armut

Anlässlich des heute zu Ende gehenden G-20 Gipfels in Cannes meint Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Vorsitzende des Unterausschusses der Vereinen Nationen im Bundestag, „Reiner Fokus auf Wirtschaftswachstum, Politik der Privatisierung für Afrika, Risikoabsicherung durch multilaterale Banken und starker Widerstand gegen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zur Entwicklungsfinanzierung zeigen deutlich, dass die Entwicklungsagenda der G-20 weiterhin in längst gescheiterten neoliberalen Strategien gefangen bleibt“. Heike Hänsel weiter:
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Welternährungstag 2011: Nahrungsmittelspekulation tötet

„Mehr als eine Milliarde Menschen hungern. Das ist die größte tagtägliche Tragödie dieses globalisierten Wirtschaftssystems“, so Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Welternährungstages am 16.10.2011. „Die Handelspolitik der Europäischen Union produziert Armut und Hunger in vielen Ländern des Südens und muss deshalb grundlegend neu und entwicklungsorientiert ausgerichtet werden. Die Spekulation mit Nahrungsmitteln muss verboten werden, denn es wird mit Menschenleben spekuliert.“
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