Das Schlatterhaus muss erhalten bleiben!

Mittwoch, 9. November 2005
Das Schlatterhaus muss erhalten bleiben!
Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt

Tübingen ohne Schlatterhaus wäre undenkbar. Ein Ort der Reflexion und Aktion, der konkreten Solidarität. Wer in den 80er Jahren nach Tübingen zum Studieren kam, hatte sofort ein „Zuhause“. Hier gab es was zu essen, hier wurde jeden Abend theologisch und politisch diskutiert. Die Cafete unterstützte Kaffee-Projekte in Nicaragua, man konnte mit Flüchtlingen bei Sprachkursen in Kontakt kommen, es gab unzählige Solidaritätsfeste für Kolumbien, Chile, El Salvador, Peru.

Vom Schlatterhaus gingen internationale Initiativen wie die Kultur des Friedens aus, hierher kamen und diskutierten Karola Bloch, Robert Jungk, Angel Parra, Carmen Gloria Quintana, Uri Avnery, Konstantin Wecker und viele andere engagierte Menschen. Bis heute ist das Schlatterhaus ein Ort der konkreten Utopie geblieben, was man im restlichen Tübingen leider zunehmend vermisst. Deshalb: Das Schlatterhaus muss erhalten bleiben!

Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete für Die Linke

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