Pressesammlung 2005

Eine Sammlung von Presseartikeln über Heike Hänsel aus dem Jahr 2005.

Samstag, 31. Dezember 2005
Schwäbisches Tagblatt: Feindselige Stimmung gegen die Linkspartei
Die Tübinger Abgeordnete Heike Hänsel hat ihr Büro im Bundestag bezogen/Erste Rede vor dem Parlament steht noch aus

TÜBINGEN (ran). Es gibt Dinge, an die sich Heike Hänsel im Bundestag noch nicht gewöhnt hat und an die sie sich auch nicht anpassen will. Etwa an die übliche Sprache. „Alles ist so betulich. Es wird viel verharmlost, und Interessen werden nicht konkret angesprochen.“ Die Rolle ihrer Fraktion ist aus Sicht der Tübinger Abgeordneten aber schon klar. Die anderen Fraktionen stünden der Linken mehrheitlich feindselig gegenüber. Das merkte Hänsel auch bei einer so genannten „Kurzintervention“ zum Bundeswehreinsatz im Sudan. [weiter]


Samstag, 17. Dezember 2005
junge Welt: Gysi in der Minderheit – Bundestagsdebatte um Bundeswehreinsatz im Sudan und in Bosnien-Herzegowina…

Auch auf dem Balkan hat Deutschland im gesamten 20. Jahrhundert seine imperialistischen Interessen bewiesen. Deshalb ist es richtig, daß die Linksfraktion im Bundestag die Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Bosnien forderte, der mittlerweile seit zehn Jahren unter wechselnden Bezeichnungen andauert. An dessen Stelle solle, so der Antrag, eine internationale Polizeimission „mit erheblich erweitertem Umfang“ treten. Nach Intervention der Abgeordneten Heike Hänsel war der Entwurf des Textes immerhin verbessert worden: Die neue Mission solle die bisherige EU-Polizeitruppe EUPM nicht fortführen, sondern ersetzen.
Quelle: http://www.juergen-elsaesser.de/de/artikel/template_artikel.php?nr=636


Freitag, 16. Dezember 2005
AP-Meldung: Bundestag verlängert Mandat für Sudan-Einsatz der Bundeswehr
Weitere Unterstützung von AMIS bis zum 2. Juni 2006 – Nur Linksfraktion stimmt mit Nein

Berlin – Die Bundeswehr wird die Überwachungsmission der Afrikanischen Union im Sudan (AMIS) weitere sechs Monate lang mit bis zu 200 Soldaten unterstützen. Mit großer Mehrheit hat der Bundestag am Freitag den Ende 2004 begonnenen Einsatz bis zum 2. Juni 2006 verlängert. In namentlicher Abstimmung votierten 487 von 542 Abgeordneten für die Verlängerung. 39 Abgeordnete der Linksfraktion lehnten die Mandatsverlängerung ab. 16 Parlamentarier enthielten sich. [weiter]


Mittwoch, 14. Dezember 2005
Entwicklungspolitik Online: WTO Gipfel: Linkspartei fordert Abbruch der GATS-Verhandlungen

Berlin (epo). – Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Hänsel, hat anlässlich der WTO Konferenz in Hongkong gefordert, die Verhandlungen zu einer Liberalisierung im Dienstleistungssektor im Rahmen der Welthandelsorganisation abzubrechen. „Die Bundesregierung und die EU verkaufen ihre Liberalisierungspolitik in der laufenden WTO-Runde als Entwicklungspolitik“, sagte die Abgeordnete. In Wahrheit gehe es jedoch um die Öffnung der Märkte der Entwicklungs- und Schwellenländer im Dienstleistungssektor. [weiter]


Dienstag, 13. Dezember 2005
Partei kommt voran – Konkrete Schritte für Zusammenarbeit vor Ort
Eigenbericht des WASG-Kreisverbands im Schwäbischen Tagblatt

TÜBINGEN. Bei einer Mitgliederversammlung der WASG berichtete die Tübinger Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Heike Hänsel über ihre ersten Wochen im Bundestag. Hänsel wurde zur Sprecherin ihrer Fraktion für den Bereich wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit gewählt. Es gab eine Sitzung dieses Bundestagsausschusses zur Tagung der Welthandelskonferenz WTO am 10. Dezember in Hongkong, in der mit den zuständigen Ministerien und Fachleuten über die Haltung der Bundesregierung beraten wurde. [weiter]


Dienstag, 15. November 2005
Schwäbisches Tagblatt: Heike Hänsel zum Koalitionsvertrag
Von einem sozialpolitisch „völlig falschen Signal“ spricht die Linkspartei-Abgeordnete Heike Hänsel. Die höhere Mehrwertsteuer und die Nullrunde bei den Renten treffe sozial Schwächere und bremse die Nachfrage – ebenso wie Verschärfungen für Hartz-IV-Empfänger. Die Verteilung der Arbeitszeit werde nicht einmal thematisiert: „Die Erhöhung des Renteneintrittsalters gehe in die völlig falsche Richtung“. Ein Hauptkritikpunkt ist für Hänsel, die ihre Fraktion als Sprecherin im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vertritt, auch die Rüstungs- und Militärpolitik, die selbstverständlicher Teil der Außenpolitik werde. Und entwicklungspolitisch setze die Koalition allein auf den freien Markt.


Mittwoch, 26. Oktober 2005
Linksruck-Ausgabe Nr. 209: Wir dürfen sie nicht hören
Im Irak kämpfen Gewerkschafter gegen Privatisierungen und für höhere Löhne. Ihren Delegierten hat die deutsche Botschaft die Einreise untersagt.
Zu den ersten Unterstützern der Kampagne für die Einreise zählt Heike Hänsel von der Linkspartei, die gerade in den Bundestag gewählt wurde: „Der Einreiseverweigerung durch die Deutsche Botschaft im Irak fehlt jegliche rechtliche Grundlage, so dass nahe liegt, dass die Entscheidung aus politischen Gründen getroffen wurde. Dies dürfen wir nicht hinnehmen, und ich werde meine Funktion als Abgeordnete wahrnehmen, um gegen diesen Vorgang zu protestieren und eine erneute Überprüfung der Visums-Anträge zu verlangen.“ www.sozialismus-von-unten.de/lr/artikel_1662.html


Dienstag, 4. Oktober 2005
Schwäbisches Tagblatt: „Glückwunsch, Heike!“
Die Kreisecke, von Gerhard Bialas, Kreisrat der Tübinger Linke

„Die Linkspartei/PDS ist (. . .) die ernst zu nehmende Chance, im Bundestag eine neue soziale Alternative zur Geltung zu bringen und damit die sozialen Kräfte außerhalb des Parlaments und der Parteien zu stärken.“ (Aus: Wahlprogramm zu den Bundestagswahlen 2005.) Dafür sind wir gemeinsam als Linke mit Heike Hänsel in den Wahlkampf gegangen und haben bundesweit 8,7 Prozent der Stimmen geholt. Wir Kreis- und Stadträte der Tübinger Linken freuen uns riesig über dieses Ergebnis, mit dem Heike Hänsel als Tübinger Abgeordnete in den Bundestag gewählt wurde. Ein Grund zur Freude für alle, die damit hoffen können, dass endlich Friedens- und soziale Initiativen in Berlin Gehör finden. [weiter]


Freitag, 23. September 2005
Berliner Zeitung: Das Mini-Biotop – Als Fraktion im Bundestag müssen PDS und WASG die Fusion zur Linkspartei vorleben

Eine recht starke Gruppe werden die Gewerkschafter bilden, die von der WASG kommen, allerdings sind sie ohne jede parlamentarische Erfahrung. Sie werden sich voraussichtlich an den WASG-Vorständen orientieren und einen neuen Stil einbringen: Den engen Kontakt zu außerparlamentarischen Bewegungen. Heike Hänsel (Attac) dürfte ihre Arbeit darauf konzentrieren.
Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0923/politik/0011/index.html


Donnerstag, 1. September 2005
„Zeitung gegen den Krieg“ Nr. 21: Verfehlte deutsche Großmachtpolitik
Interview mit Heike Hänsel

Du bist seit Jahren gegen Krieg und Besatzung im Irak aktiv. Kannst Du von Deiner Arbeit erzählen?

Zum Beispiel haben wir Anfang Januar 2003 eine Friedensdelegation in den Irak organisiert, an der sich auch Künstler wie Konstantin Wecker beteiligt haben. Wir wollten ein Zeichen gegen den damals drohenden Krieg setzen – die USA und ihre Verbündeten haben zwei Monaten später angegriffen – und uns vor Ort mit Menschen treffen, um ihre Situation kennenzulernen. Die Menschen haben schon vor dem Krieg sehr unter dem strikten Embargo gelitten, dem sie damals unterworfen waren. Wir haben seinerzeit Krankenhäuser, Schulen und eine Musikschule in Bagdad besucht. [weiter]


Montag, 22. August 2005
RTF 1 (Reutlinger Tübinger Fernsehen): „Heike Hänsel von der Linkspartei Tübingen startet in den Wahlkampf“

Wahlkampf allerorten. Auch die neue Linkspartei im Wahlkreis Tübingen hat sich heute mit ihrer Direktkandidatin Heike Hänsel der Öffentlichkeit vorgestellt. Die 39jährige hat gute Chancen, in den Bundestag einzuziehen. Denn sie wurde auf dem Landesparteitag der Linkspartei auf den zweiten Listenplatz gewählt. Mit einem sehr kleinen Etat wird Heike Hänsel den Wahlkampf bestreiten müssen. Die Aussichten neben Annette Widmann-Mauz, Herta Däubler-Gmelin und Winfried Hermann in den Deutschen Bundestag gewählt zu werden, sind dennoch ziemlich gut. Programmatisch will Hänsel eine solidarische Politik nach innen und außen vertreten. Zwei wichtige Punkte gibt es bei Hänsel: Erstens eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, dass heißt eine Umverteilung zu Gunsten von Studenten, Älteren und Armen. Finanziert werden soll das Ganze durch Steuerumverteilungen. Der zweite Bereich betrifft die Arbeitsmarktpolitik und die Arbeitszeit. Die soll in Zukunft gerechter verteilt und gesetzlich verankert werden. Weitere Punkte sind die Förderung von regenerativen Energien, sowie die Frage, was Militärpolitik auch hier in der Region bedeuten kann. Die Linkspartei hat sich für Baden-Württemberg das Ziel gesetzt, drei Kandidaten in den Bundestag zu bekommen. Im Wahlkreis Tübingen sollen fünf Prozent, bundesweit acht Prozent erreicht werden.


Sonntag, 7. August 2005
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: „Panik im Gemischtwarenladen“

Heike Hänsel befindet sich in der Nähe von Korinth auf dem Landgut von Mikis Theodorakis. Der griechische Komponist ist 80 geworden. Und so ist man von Stuttgart und Tübingen mit dem Theodorakis-Chor losgefahren. „Morgen gibt es ein Friedenskonzert“, sagt die 39 Jahre alte Diplom-Oecothropologin am Telefon.

Hänsel ist oft ins Ausland gereist, zu Friedenscamps und Sozialeinsätzen. In den neunziger Jahren hat sie Friedenskarawanen nach Bagdad organisiert, 2003 war sie dort mit Konstantin Wecker. Sie hat sich in Tuzla und Mostar engagiert und im Kosovo Wahlen beobachtet. Vor wenigen Wochen ist die Aktivistin der Anti-Globalisierungs-Bewegung Attac in die Linkspartei eingetreten. In sechs Wochen wird sie in den Bundestag gewählt, denn sie kandidiert auf dem zweiten Platz der Landesliste Baden-Württemberg, gleich hinter Ulrich Maurer, der 25 Jahre für die SPD im Landtag saß.

Den „sogenannten Galionsfiguren“ Lafontaine und Gysi zollt Heike Hänsel Respekt ob deren Erfahrung. „Aber vom Politikstil sind sie mir zu arg alter Prägung“, sagt sie – „wenig basisorientiert und gewohnt, Meinungsbildungsprozesse von oben nach unten zu führen“. Die andere politische Kultur der sozialen Bewegungen will Frau Hänsel in Berlin einbringen. „Wir diskutieren ja viel visionärer“, sagt sie.


Montag, 25. Juli 2005
DER SPIEGEL: „Duell im Schatten – Wahlkampf im Zeichen der Linkspartei“

So schickt die Linkspartei in Baden-Württemberg die Attac-Aktivistin Heike Hänsel ins Rennen. Auf Platz zwei der Landesliste, direkt hinter dem früheren SPD-Vorstandsmitglied Ulrich Maurer, ist der Diplom- Ökotrophologin „mit Schwerpunkt Welternährung“ das Bundestagsmandat so gut wie sicher. Dort will die 39-Jährige ab Herbst ihr politisches Lebensmotto endlich in die parlamentarische Tat umsetzen: „Lassen wir es nicht zu, dass der Kapitalismus das letzte Wort in der Geschichte hat.“

Zwei Plätze hinter Hänsel macht sich der Sozialrechtsexperte Manfred Hammel berechtigte Hoffnungen auf ein Bundestagsmandat.


Freitag, 22. Juli 2005
die tageszeitung: „Dieselben politischen Gegner“

Heike Hänsel will Attac-Inhalte in die Linkspartei hineintragen. Sie kandidiert für den Bundestag, sieht soziale Bewegungen aber als unerlässlich für Veränderungen

taz: Frau Hänsel, braucht man Attac noch?

Heike Hänsel: Aber natürlich. Für Veränderungen in diesem Land sind und bleiben soziale Bewegungen unerlässlich. [weiter]

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