Wahlbeobachtung in Kolumbien

Dienstag, 23. Mai 2006
Wahlbeobachtung in Kolumbien
Pressemitteilung

Die Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel wird vom 25. bis 30.Mai 2006 als Mitglied eines zehnköpfigen internationalen Wahlbeobachterteams nach Kolumbien reisen. Am 28. Mai finden in Kolumbien Präsidentschaftswahlen statt. Während des Wahlkampfes gab es bereits zahlreiche Verhaftungen von Demonstranten, Angriffe auf linke Oppositionskandidaten sowie Ermordungen von Gewerkschaftern durch rechtsgerichtete Paramilitärs. Die Gewalt gegen soziale Bewegungen ist in Kolumbien während der Amtszeit Präsident Uribes stark gestiegen.

Die Opposition wirft Präsident Uribe systematische Zusammenarbeit mit der Drogenmafia und paramilitärischen Verbänden zur Unterdrückung der Zivilgesellschaft vor. Die Wahlbeobachter/innen aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas und Europas sind auf Einladung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften eine Woche in Bogota. Auf dem Programm stehen zahlreiche Gespräche mit dem kolumbianischen Innenministerium, Gewerkschaften, politischen Parteien und sozialen Bewegungen über die aktuelle politische Lage Kolumbien, die Rolle der Paramilitärs und die Auswirkungen des US-amerikanischen „Plan Colombia“ als „Beitrag“ zur Terrorismusbekämpfung. Am Wahltag werden verschiedene Wahllokale in der Region Bogota besichtigt.

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