Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel erklärt sich mit den SchlossbesetzerInnen solidarisch

Montag, 10. Juli 2006
Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel erklärt sich mit den SchlossbesetzerInnen solidarisch
Solidaritätserklärung

„Engagierte Proteste gegen Studiengebühren sind notwendiger denn je!“

Liebe Studierende,

hiermit erkläre ich mich mit Eurem Protest und der daraus erfolgten Besetzung des Tübinger Schlosses solidarisch. Die Einführung von Studiengebühren durch die Landesregierung verstärkt die ohnehin bereits vorhandene „soziale Auslese“ im deutschen Bildungssystem. Das Grundrecht auf Bildung muß angesichts dieser unsozialen Politik von uns allen aktiv verteidigt werden.

Allerdings wurde durch die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft in Baden-Württemberg in den 70ern den Studierenden eine Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen, die die Universität betreffen, verwehrt. Statt sozial selektierenden Studiengebühren brauchen wir mehr öffentliche Investitionen in Bildung und wieder Verfasste Studierendenschaften.

Das waren bereits zentrale Forderungen der bundesweiten Studierendenstreiks Ende der 80er Jahre, an denen ich mich während meines Studiums in Tübingen aktiv beteiligt habe. Umso mehr begrüße ich es, daß der Widerstand gegen Studiengebühren jetzt endlich auch in vielen Regionen Deutschlands stark anwächst.

Ich sehe diese Proteste als Teil einer sozialen Bewegung, die sich gegen Sozialabbau und Privatisierung wendet, dazu will auch die Linksfraktion im Bundestag mit einer alternativen Politik beitragen. Kostenlose Bildung für Alle!

Mit solidarischen Grüßen,
Heike Hänsel

Homepage der SchlossbesetzerInnen: www.besetzung.de.am

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