Solidaritätsbesuch bei Friedensgemeinden in Kolumbien

Samstag, 13. Oktober 2007
Solidaritätsbesuch bei Friedensgemeinden in Kolumbien
Pressemitteilung

Die Tübinger Bundestagsabgeordnete der Linken, Heike Hänsel, hält sich von 14.-24. Oktober in Kolumbien auf, um auf die aktuelle Situation verschiedener sogenannter Friedens- und Widerstandsgemeinden aufmerksam zu machen.

Diese Gemeinden im Nordwesten Kolumbiens praktizieren seit Jahren gewaltfreien Widerstand gegen Vertreibung und Landraub von Großgrundbesitzern. Dabei sind sie immer wieder Übergriffen von rechtsgerichteten Paramilitärs und der staatlichen Armee ausgesetzt. Sie verweigern sich aber auch linksgerichteten Guerillagruppen, die ebenfalls in der Region aktiv sind. Die bekannteste Gemeinde, San José de Apartadó, wurde dieses Jahr mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet, nachdem kurz zuvor der Sprecher der Gemeinde ermordet worden war. „Diese Gemeinden brauchen dringend internationalen Schutz, dazu will ich mit meinem Besuch einen Beitrag leisten“, so Hänsel. Sie wird auch Gespräche mit staatlichen Stellen und regionalen Behörden führen, um die Frage der Straflosigkeit nach mehr als 170 Morden in den Gemeinden zu thematisieren.

Da Tübingen bereits durch die Coca-Cola-Aufklärungskampagne des Personalrats am Uniklinikum und mehrerer Schulklassen, die Situation von Gewerkschaften in Kolumbien thematisiert hat, will sich Hänsel auch mit VertreterInnen der Gewerkschaft Sinaltrainal in Bogota treffen, um sich über die aktuelle Situation in den Coca-Cola-Abfüllanlagen zu informieren.

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