Bundeswehr raus aus den Schulen

Heike Hänsel im Schwäbischen Tagblatt

Abgeordnete Hänsel kritisiert Schul-Kooperation mit Bundeswehr
Die Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel (Linke) kritisiert die von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) und Oberst Michael Kuhn vom baden-württembergischen Landeskommando der Bundeswehr unterzeichnete neue Kooperationsvereinbarung scharf und fordert die Landesregierung auf, die Vereinbarung zu kündigen.

„In Zeiten, in denen die Welt durch immer neue Kriege erschüttert wird, wie in der Ukraine oder im Nahen Osten, unterzeichnet die Landesregierung eine neue Kooperation mit der Bundeswehr, um Jugendoffizieren den Weg in die Schulen zu vereinfachen“, so Hänsel. Diese Jugendoffiziere würden sich als Spezialisten der sogenannten Friedens- und Sicherheitspolitik ausgeben.
Jedoch: „Militär löst keine Konflikte sondern verschärft sie und schafft neue Konflikte. Wenn Jugendoffiziere weiter in den Schulen als vorgebliche objektive Experten für Friedens- und Sicherheitspolitik auftreten, dann ist dies eine Verharmlosung der Realität und dient in erster Linie der Imagewerbung der Bundeswehr.“ In Artikel 12 der Landesverfassung Baden-Württembergs werde gefordert, die Erziehung der Jugend „zur Friedensliebe“ zu garantieren, so Hänsel.
(Artikel im Original beim Schwäbsichen Tagblatt)

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