Syrische Kurden fliehen in die Türkei

„Es ist eine Tragödie, die sich hier abspielt, und niemand ist da, um zu helfen“. Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete der Linken, die gestern die türkisch-syrische Grenze gegenüber der kurdischen Stadt Kobane (arabisch Ain al-Arab) besuchte, berichtete am Telefon der taz, dass die türkische Armee die Grenze am Sonntag gesperrt hat und niemanden mehr hineinlässt, nachdem am Samstag nach UN-Angaben noch 70.000 syrische Kurden vor der angreifenden Miliz des sogenannten Islamischen Staates in die Türkei geflüchtet waren.

„Auf der türkischen Seite hat die Armee mittlerweile eine Sperrzone errichtet, in die sie niemanden mehr hineinlässt. Kurdische Angehörige, die ihren Verwandten, Freunden und Bekannten auf der anderen Seite der Grenze zu Hilfe eilen wollten, werden gewaltsam daran gehindert, die Sperrzone zu betreten. Armee und Polizei setzen Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Leute zu vertreiben“, sagte Hänsel.

Artikel im Original:
http://taz.de/Furcht-vor-IS-Kaempfern/!146367/

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