Beziehungen mit Kuba ausbauen, Frieden in Guatemala unterstützen

„Anlässlich des heute beginnenden Amerika-Gipfels in Panama, der erstmalig unter Beteiligung Kubas stattfindet, muss die Bundesregierung endlich ihre ideologische Blockade gegen eine Normalisierung der Beziehungen mit Kuba beenden und stattdessen die sozialen Erfolge des Landes anerkennen“, sagte heute Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, die sich derzeit im Rahmen einer parlamentarischen Delegationsreise in Havanna, Kuba, aufhält.

Die sozialistische Regierung des Karibikstaates unterhalte bilaterale Kooperationsabkommen mit 16 EU-Staaten, so die Abgeordnete: „Diesem Beispiel muss nun auch die Bundesregierung folgen, zumal sie inzwischen schon von den USA überholt wurde, die mit Kuba um eine Wiederaufnahme der Beziehungen verhandelt und zahlreiche weitere Themen auf der Agenda hat.“ Hänsel weiter:

„Ich freue mich, dass wir in Havanna die Möglichkeit haben, die Lateinamerikanische Medizinschule (ELAM) zu besuchen. An dieser Universität, die 1998 von Fidel Castro gegründet wurde, werden tausende Ärzte aus Ländern des Südens ausgebildet, um dann in ihre Heimatstaaten zurückzukehren und den Menschen zu helfen. Es ist gut, dass eine Delegation des Deutschen Bundestags dieses Beispiel konkreter humanitärer Außenpolitik Kubas erleben kann, die das Potential für eine trilaterale Entwicklungszusammenarbeit bietet.“

Die Delegation des Entwicklungsausschusses wird von Kuba nach Guatemala weiterreisen. „In Guatemala wird es wichtig sein, dass sich die deutsche Delegation mit der Umsetzung der Friedensabkommen auseinandersetzt. Ich erwarte in diesem Zusammenhang neue Erkenntnisse von den Gesprächen mit Vertretern der Internationalen Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG).“

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