Keine Entmenschlichung der Debatten über ein würdevolles Leben

Angesichts der heutigen Bundestagsdebatte zur Sterbehilfe, erklärt Heike Hänsel ihre Zustimmung zum fraktionsübergreifenden Antrag, Drucksache 18/5373, der KollegInnen: Michael Brand, Kerstin Griese, Kathrin Vogler, Dr. Harald Terpe et al.

Hänsel hierzu:
„Ich unterstütze den Gruppenantrag der KollegInnen Brand, Griese und Vogler, weil ich mich gegen eine geschäftsmäßige Sterbehilfe aussprechen will. Bei geschäftsmäßigen Angeboten der Sterbehilfe ist es nicht tragbar, dass Suizidhilfe als normale „Behandlungsoption“ verkauft wird. Es geht mir dabei ausdrücklich nicht um eine Kriminalisierung der Suizidhilfe im Einzelfall, zum Beispiel von Ärzten, sondern explizit um geschäftsmäßig betriebene Suizidhilfe. Durch das regelmäßige Anbieten von der Beschaffung und Vermittlung tödlicher Medikamente, drohen Folgen, wie eine „Gewöhnung“ der Gesellschaft daran. Dies wiederum erhöht den Druck auf alte und/oder kranke Menschen, ihren Angehörigen nicht länger zur Last zu fallen. Dies führt zu einer Entmenschlichung der Debatten über ein würdevolles Leben, denn Verwertbarkeit und Produktivität drohen dadurch in den Mittelpunkt des Menschseins zu rücken. Deswegen unterstütze ich den Antrag 18/5373, welcher die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt.“

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