Heike Hänsel trifft in Diyarbakır Opfer der türkischen Militäroffensive

Die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Heike Hänsel, wird heute im Rahmen einer Delegation, vor dem verschobenen Gipfel der EU-Mitgliedsstaaten mit der Erdogan-Regierung, in die kurdische Stadt Diyarbakır fliegen. „Weil Medienvertretern, Anwälten, Nichtregierungsorganisationen und auch humanitären Helfern von türkischer Seite jeder Zugang zu den umkämpften Gebieten verboten wird, möchte ich mich vor Ort über die schwierige Lage informieren“, sagte die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Hänsel weiter:
„Der Krieg der türkischen Regierung gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung darf nicht weiter einfach so hingenommen werden. Laut türkischem Menschenrechtsverein IHD sind mehr als 200 Zivilisten in den letzten Wochen in den abgeriegelten Städten ums Leben gekommen.

Bestätigt werden die Zahlen von Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch, nach der die Todesumstände der vielen zivilen Opfer wegen der aggressiv durchgesetzten Ausgangssperren bisher gar nicht geklärt werden können, sie könnten also noch viel höher liegen.

In Diyarbakır werde ich mich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der LINKEN, Bernd Riexinger, und Abgeordneten aus Griechenland, Finnland, Dänemark und Spanien aus erster Hand informieren. Uns sind vor allem die Gespräche Angehörigen der Opfer der türkischen Militäroffensive im Osten des Landes wichtig, unter anderem aus der Altstadt Sur in Diyarbakır. Diesen Stimmen wollen in der Öffentlichkeit mehr Gehör verschaffen.“

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