Archiv für Haiti

Solidarität mit Haiti – jetzt und für lange Zeit

Von Dr. Alexander King

Auf 10 Mrd. US-Dollar werden die Aufbaukosten nach dem verheerenden Erdbeben geschätzt, das letzte Woche die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince und weitere Städte in der Umgebung nahezu vollständig zerstörte und möglicherweise weit über 100.000 Menschen das Leben kostete. Drei Millionen Menschen in Haiti sind akut auf Hilfe angewiesen. 50 Prozent der Betroffenen sind Minderjährige. Die Haitianerinnen und Haitianer bedürfen der massiven internationalen Hilfe, und das für viele Jahre.

Die von der Bundesregierung und der Europäischen Union bislang zugesagten Mittel für die Soforthilfe und den Wiederaufbau sind noch nicht ausreichend. Die Fraktion DIE LINKE fordert, dass die Bundesregierung ihre Zusagen für die Soforthilfe deutlich erhöht und dass für die nächsten fünf Jahre jeweils ein dreistelliger Millionenbetrag für die Aufbauhilfe in den Entwicklungshaushalt eingestellt wird. Damit der Wiederaufbau nachhaltig wirken kann, muss die Unterstützung weitergehen, wenn die schlimmsten Schäden beseitigt sind. Die Fraktion DIE LINKE fordert deshalb die Wiederaufnahme der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit Haiti, die vor zweieinhalb Jahren beendet worden war.
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Wer ernsthaft Hunger, Armut und Umweltzerstörung bekämpfen will, muss sich für ein anderes Weltwirtschaftssystem einsetzen

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Rede

Heike Hänsel: Danke schön. Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Leid der Menschen in Haiti hat uns alle geschockt viele Vorredner sind schon darauf eingegangen , zumal wir vom Entwicklungsausschuss vor drei Jahren gemeinsam das Land besucht haben und sehr herzlich und hoffnungsvoll von den Menschen dort empfangen wurden. Es bedrückt einfach noch mehr, wenn man das Land konkret kennengelernt hat.

In diesem Zusammenhang halte ich es schon für wichtig, Herr Kollege Haibach, über Zahlen zu sprechen. Die 10 Millionen Euro Soforthilfe sind in unseren Augen angesichts des Ausmaßes der Zerstörung, der großen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung und der Soforthilfe anderer Länder viel zu gering. Wir sehen, dass die Bundesregierung viel mehr Geld für Krieg und Zerstörung ausgibt als für Aufbau und Entwicklung.
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Haiti braucht zivile Aufbauhilfe

Audiodatei

Es ist eine menschliche Tragödie, was im Moment in Haiti passiert. Wir haben schon Solidaritätsadressen an den haitianischen Botschafter geschickt. Wir haben auch zu Spenden aufgerufen. Wir werden uns selbst auch mit der Fraktion engagieren. Wir haben aber natürlich auch Kritik daran, dass sehr viel Hilfe sehr spät angekommen ist und es gibt auch massiv Kritik von Hilfsorganisationen, dass zum Beispiel us-amerikanisches Militär den Flughafen besetzt hat und Hilfsflüge umgeleitet werden mussten.

Heike Hänsel: Haiti braucht zivile Aufbauhilfe

Solidarität mit Haiti – jetzt und für lange

Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti muss die Bundesregierung die humanitäre Hilfe erhöhen und die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wieder aufnehmen. „Dass den Menschen in Haiti nach dem Beben keinerlei staatlich organisierte Hilfe zur Verfügung steht, ist eine Tragödie, aber kein Schicksal, da von Menschenhand gemacht“, unterstreicht Heike Hänsel.

Spenden:
Auf tagesschau.de finden Sie eine Liste mit Organisationen und Kontoverbindungen für Spenden. Wir empfehlen, an das „Bündnis Entwicklung Hilft“ zu spenden:
http://www.tagesschau.de/spendenkonten/spendenhaiti100.html

Freitag, 15. Januar 2010
Pressemitteilung: Haiti braucht unsere Solidarität jetzt – und für lange Zeit

Haiti braucht unsere Solidarität jetzt – und für lange Zeit

Pressemitteilung, 15.01.2010

Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Hänsel, fordert von der Bundesregierung angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti, die humanitäre Hilfe zu erhöhen und die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wieder aufzunehmen. Hänsel erklärt:

„Dass den Menschen in Haiti nach dem Beben keinerlei staatlich organisierte Hilfe zur Verfügung steht, ist eine Tragödie, aber kein Schicksal, da von Menschenhand gemacht. Denn der Westen hat mit seinen neoliberalen Entwicklungskonzepten dazu beigetragen, die staatlichen Strukturen in Haiti zu zerrütten und Entwicklung zu blockieren. Deshalb muss die humanitäre Nothilfe der Bundesregierung angesichts der fehlenden staatlichen Notversorgung deutlich erhöht werden.
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Schnelle Hilfe für Haiti – Nothilfe darf kein Instrument zur Durchsetzung geostrategischer Interessen sein

Pressemitteilung

09.09.2008 – Heike Hänsel

Schnelle Hilfe für Haiti – Nothilfe darf kein Instrument zur Durchsetzung geostrategischer Interessen sein

„Handeln Sie jetzt, unterstützen Sie die notleidenden Menschen in Haiti“, fordert die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Hänsel, die Bundesregierung auf. Dass die Bundesregierung 8 Millionen Euro für den Wiederaufbau in Georgien bewilligt hat, bislang aber nur 150.000 Euro Nothilfe für die Opfer der Hurrikane in Haiti, findet Hänsel, die im vergangenen Herbst selbst eine Bundestagsdelegation in den Karibikstaat leitete, skandalös: „Nothilfe ist ein Instrument zur Hilfe aus elementarer Not und ein Ausdruck der Solidarität und darf auf keinen Fall strategischen Erwägungen untergeordnet werden.“ Hänsel weiter:
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Abgeordnetenspalte: Spekulation mit Nahrung

Freitag, 25. April 2008
Spekulation mit Nahrung
Abgeordnetenspalte von Heike Hänsel im Schwäbischen Tagblatt

Die Nahrungsmittelkrise zeigt den Wahnsinn des herrschenden Weltwirtschaftssystems, das alles zur Ware macht, in dem der Markt alles und die Menschen nichts sind. Ein rohstoffhungriges System, in dem das Brot der Armen im Tank der Reichen landet und mit Grundnahrungsmitteln an der Börse spekuliert wird.

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Wir brauchen eine grundlegende Änderung des Weltwirtschaftssystems

Mittwoch, 23. April 2008
Wir brauchen eine grundlegende Änderung des Weltwirtschaftssystems
Rede von Heike Hänsel

Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, weist in der Bundestagsdebatte über die Welternährungskrise auf die strukturellen Ursachen von Hunger hin und fordert den Einsatz für ein gerechtes Welthandelssystem:

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Die jetzige Welternährungssituation zeigt eines ganz deutlich: den Wahnsinn des herrschenden kapitalistischen Weltwirtschaftssystems,

(Beifall bei der LINKEN – Lachen bei der CDU/CSU und der FDP)

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Nahrungsmittelkrise in Haiti: strukturelle Ursachen bekämpfen

Montag, 14. April 2008
Nahrungsmittelkrise in Haiti: strukturelle Ursachen bekämpfen
Pressemitteilung

Eine massive Unterstützung bei der Stärkung lokaler Produktion von Grundnahrungsmitteln fordert die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Hänsel, die im vergangenen Herbst eine Bundestagsdelegation nach Haiti leitete, angesichts der Hungeraufstände vor Ort. Hänsel weiter:

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„Dieses Welthandelssystem verstößt tagtäglich gegen das Menschenrecht auf Nahrung“

Donnerstag, 10. April 2008
„Dieses Welthandelssystem verstößt tagtäglich gegen das Menschenrecht auf Nahrung“
Rede von Heike Hänsel

Vor dem Hintergrund der Hungeraufstände in Haiti und in vielen afrikanischen Ländern kritisiert die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Hänsel, in der Bundestagsdebatte über die sogenannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommmen (EPA) die Freihandelspolitik der EU.

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