Termine

Nach mehr als einem Jahr kommissarischer Regierung unterzeichneten am 20. April 2020 Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Oppositionsführer Benjamin Gantz eine Vereinbarung für eine „nationale Notstandsregierung“ in Israel. Darin wird u.a. die Annexion von bis zu 30 Prozent der Westbank festgeschrieben. Die Koalitionsregierung betreibt damit offensiv die Annexion von Teilen der Westbank. Unterstützt und forciert werden diese Bestrebungen von US-Präsident Donald Trump, dessen sogenannter Friedensplan „Deal des Jahrhunderts“ die Blaupause für die angestrebte Annexion lieferte. Der mit der israelischen Regierung, aber ohne die PalästinenserInnen abgestimmte US-Plan stellt eine endgültige Abkehr der US-Administration vom sogenannten Oslo-Prozess und von gültigen UN-Resolutionen dar. Eine Annexion ist, genauso wie die seit über 50 Jahren andauernde israelische Besatzung palästinensischen Landes, nach internationalem Recht völkerrechtswidrig und gefährdet jede politische Lösung des Nahost-Konflikts.

Mit unseren DiskutantInnen möchten wir über die israelischen Annexionspläne, die Perspektiven in der Region und die Verantwortung der Bundesregierung sprechen.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und wird über Facebook übertragen (auch ohne Facebook-Account möglich).


Online-Veranstaltung mit Heike Hänsel

Livestream: https://www.facebook.com/HeikeHaenselMdB/

Heike Hänsel MdB lädt ein:

Online-Live-Veranstaltung

Gesundheitspolitik: Was lernen wir aus Corona?

Mittwoch, 10. Juni 2020, 19:30 Uhr
Livestream: https://www.facebook.com/heikehaenselmdb
(man braucht keinen Facebook-Account)


Mit

– Angela Hauser (stv. Vorsitzende des Bundesfachbereichs Gesundheit in ver.di)

– Elli Schneider (Gesundheits- und Krankenpflegerin und Personalrätin am Uniklinikum Tübingen)

– Thomas Böhm (Koordinator von BIV – Betriebliche Interessenvertretungen der Krankenhäuser Baden-Württembergs, Chirurg, Mitglied Landesfachbereichsvorstand Gesundheit in ver.di, ehem. Personalratsvorsitzender Klinikum Stuttgart)

– Harald Weinberg MdB (Sprecher für Krankenhauspolitik der Fraktion DIE LINKE im Bundestag)

Die Corona-Pandemie trifft auf ein Gesundheitssystem, das seit Jahren kaputtgespart wurde und wird. In Krankenhäusern herrschen zum Teil dramatische Zustände und es fehlen mehr als hunderttausend Pflegekräfte. Jetzt rächen sich die Privatisierungen und die damit verbundene Profitorientierung in Gesundheitswesen und Pflege. Die Bertelsmann-Stiftung forderte noch im letzten Sommer in einer Studie die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen.

Viele Menschen in systemrelevanten Berufen wie Pflegekräfte arbeiten bis zum Umfallen und riskieren ihre Gesundheit, doch bezahlt werden sie seit eh und je mies. Es sind vor allem Frauen, die den Laden am Laufen halten. Applaus vom Balkon und Lob von der Kanzlerin sind schön und gut, aber diese Anerkennung von Bedeutung und Risiko dieser Berufe sollte sich auch in der Bezahlung ausdrücken. Kaum zu glauben ist: Es gibt noch immer nicht genug Masken und Schutzkleidung für Pflegekräfte und Ärzte!

Die Erfahrungen mit Corona haben die Fehlentwicklungen schonungslos offengelegt, nun muss gehandelt werden! Das Gesundheitssystem muss weg von der Profitlogik hin zu einem solidarischen, bedarfsorientierten System. Wie kann das aussehen, was muss verändert werden?


Cuba vs. Corona: Internationale Solidarität und sozialistische Gesundheitspolitik

Dienstag, 16. Juni 2020, 18:30 – 20:00, online

Kuba ist in der Corona-Krise in aller Munde: Während die Gesundheitssysteme selbst hochentwickelter Länder zusammenbrechen, entsendet der sozialistische Karibikstaat medizinisches Fachpersonal in besonders betroffene Regionen der Welt, unter anderem nach Norditalien. Dort leisten die Ärztinnen und Ärzte der Brigade Henry Reeve seit dem 22. März dringend benötigte Hilfe. Kubas medizinischer Internationalismus blickt auf eine lange Geschichte zurück, die »Armee der weißen Kittel«, wie sie Fidel Castro einst nannte, ist weltberühmt.
Doch auch auf der Insel selbst zeitigt der entschlossene und effiziente Kampf gegen den Corona-Virus Erfolge: Die täglichen Neuinfektionen sind im einstelligen Bereich, dank der kollektiven und koordinierten Anstrengung des Gesundheitssystems und der ganzen Bevölkerung. Gleichzeitig verschärft die US-Regierung ihre Blockade- und Sanktionspolitik gegen Kuba.
Welche Erfahrungen machen die kubanischen Ärztinnen und Ärzte auf ihrer Mission in Italien?
Was bedeutet Kubas Solidaritätsarbeit für die internationale Zusammenarbeit?
Wie funktioniert der Kampf gegen den Corona-Virus in Kuba selbst?
Was können wir in Deutschland von Kubas nicht-profitorientiertem Gesundheitssystem lernen?
Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren kubanischen Gästen diskutieren und laden Sie herzlich zu unserer Online-Veranstaltung ein.

Diskussion mit

  • Dr. Cristina Luna Morales, Ärztin und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des kubanischen Parlaments, 
  • Ärztin/Arzt der Brigade »Henry Reeve« aus dem Einsatz in Norditalien
  • Eva-Maria Schreiber, MdB, Obfrau der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Heike Hänsel, MdB, Vorsitzende des Arbeitskreises Internationale Politik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
  • Sylvia Gabelmann, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und im Unterausschuss Globale Gesundheit der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Für die Teilnahme an der Videokonferenz ist die Installation der Videosoftware Alfaview erforderlich. app.alfaview.com.
Eine Anmeldung ist namentlich mit Angabe der E-Mail-Adresse bis zum 14. Juni 2020 über untenstehendes Formular oder per E-Mail an veranstaltung@linksfraktion.de mit dem Betreff »Kuba« erforderlich.
Nach Eingang Ihrer Anmeldung werden Ihnen die Zugangsdaten übermittelt.

Anwesende MdB: Heike Hänsel, Sylvia Gabelmann


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